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Eigenschaften hochgeladener Ionen


Hohe gespeicherte Potentialenergie

Um ein gebundenes Elektron zu ionisieren, muss ein gewisses Energiequantum, die Ionisationsenergie, aufgewandt werden. Nach erfolgter Ionisation bleibt Potentialenergie in der Höhe des Betrags der Ionisationsenergie im Ion gespeichert.
Bei sukzessiven Ionisationsprozessen addieren die Potentialenergien sich entsprechend.

Das bedeutet, über die Wahl des Ionisationsgrades kann die im Ion gespeicherte Potentialenergie in diskreten Werten selektiert werden. Der Absolutbetrag der Potentialenergie variiert mit der Ordnungszahl und dem Ionisationsgrad.

Potentialenergie
Potentialenergien hochgeladener Fe- und Pb-Ionen

Starke elektrische Felder

In hochgeladenen Ionen treten die stärksten im Labor verfügbaren elektrostatischen Felder auf (z.B. ca. 1016 Vcm-1 für U91+ ).


Geringe räumliche Ausdehnung der Projektile

Neptun - Sonne

Das Größenverhältnis zwischen einem wasserstoffähnlichen Nickel-Ion und einem neutralen Wasserstoffatom entspricht etwa dem Größenverhältnis zwischem dem Planeten Neptun und der Sonne.


Hoher Leistungseintrag in die Oberfläche

Der Eintrag von Potentialenergie bei der Wechselwirkung von hochgeladenen Ionen mit Festkörperoberflächen führt zu ultraschnellen intensiven elektronischen Anregungen der Oberfläche.
Diese Wechselwirkungen erzeugen Oberflächenstrukturen im Nanometerbereich (Krater, Spitzen).

typische Werte: Wechselwirkungszeit: 5-10 fs, Wechselwirkungsbereich: ~ 10 nm2

resultierende in die Oberfläche eingetragene Leistungsdichte: 1012...1014 Wcm-2
Wechselwirkung von hochgeladenen Ionen
Szenario der Wechselwirkung langsamer hochgeladener Ionen mit Festkörperoberflächen

Ausbeuten an geladenen Sekundärteilchen

Die in der Ion – Festkörperoberflächen – Wechselwirkung umgesetzte Potentialenergie bewirkt eine hohe Ausbeute an Sekundärelektronen und anderen geladenen Sekundärteilchen (Ionen, Cluster, Molekülionen), welche die Ausbeute aus der Wechselwirkung von "klassischen" Ionen um Größenordnungen übersteigen kann.

Effiziente Ionenbeschleunigung

Der spezifische Energiegewinn in Ionenbeschleunigern wächst mit steigendem Ionenladungszustand q entsprechend:

Linearbeschleuniger: ~ q
Ringbeschleuniger: ~ q2



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